Horní Maršov

Willkommen in Ostriesengebirge

Historie der Gemeinde

Horní Maršov ist ein Erholungszentrum in dem Aupatal an der Mündung des Lysečinský Baches, 8 km von Pecí pod Sněžkou, 5 km von Svoboda n. Úpou und Janské Lázně. Dazu gehören die Ortschaften Temný Důl, Horní und Dolní Albeřice, Horní und Dolní Lysečiny und Suchý Důl. Die dauerhafte Besiedlung gibt es hier seit 1270. Die Grundstücke auf dem heutigen Gebiet des Maršov, Albeřice und Dolní Lysečiny wurden damals auf die regelmässige Schläge verteilt – es kann man bis heute merken. Unten im Tal stand ein Bauernhaus und hinter dehnte sich der Grundstück aus – Felder, Weiden und ganz oben Stück Wald. Die erste schriftliche Erwähnung kommt allerdings von 1466. Der damahlige Königshauptmann in Trutnov Hanuš von Varnsdorf verleihte dem Mates Behmer „Hammer in Kalná Voda und Eisenstein in Maršov“. Die wichtigste Siedlungswelle kam allerdings in der Hälfte von 16. Jh., wenn nach Ostriesengebirge die Holzfäller aus Tirol kamen. Sie haben ganz mächtig die Riesengebirgle Urwälder abholzt und das Holz wurde zuerst auf der Aupa und danach auf der Elbe bis Kutna Hora abgeflösst. Um den Fluss flössbar zu machen, wurden auf einigen Stellen die Staudämme (Stauseen) erbaut.

In der selben Zeit entstand hier eine holzene evangelische Kirche, die im 1608 mit eine Renaissance-Stil Kirche aus Stein von dem italienischen Architekt Carlo Valmadi ersetzt wurde. Es handelt sich um eine von den ältesten Baudenkmalen im Ostriesengebirge mit dem steinigen Taufbecken datiert 1572, Nachlass aus der ehemaligen holzenen Kirche. Nach der Schlacht auf Bilá Hora wurden die Protestanten aus Böhmen ausgetrieben, Marsaue Kirche wurde zu eine katolische Kirche umgewandelt und der Jungfrau Maria Himmelfahrt eingeweiht. Wahrscheinlich im 1690 wurde die Kirche mit dem herrlichen barokem Altar in der Form von einem goldigen Baum erreicht, mit den Statuen der Heiligen und mit der Darstellung von Jungfrau Maria Himmelfahrt bestückt.

Weitere 400 Jahre wurde Maršov auch zum Zentrum der Kirchenverwaltung, das in 18. Jh. über 8000 Seelen hatte. Der Schicksalstag der alten Kirche erfolgte am 3. Juni 1868, wenn in den Turm dreimal hintereinander der Blitz schlug und in der kurzen Zeit der ganze Dachstuhl verbrennte und die Glocken aus 17. Jh. stürtzten herab und zerschmolzen. Der Altar und andere Kirchengeräte wurden gerettet. Das Dach wurde schnell repariert auch dank der Hilfe der Menschen aus der ganzen Monarchie einschliesslich der kaiserlichen Familie und auch die Glocken wurden neu gegossen. Damals wurde vorgeschlagen eine neue grössere Kirche zu bauen, die auch im 1899 fertig gemacht wurde. „Alte“ Kirche verfiel haupsächlich nach dem Jahr 1948 und wurde nach und nach weniger benutzt. Heutzutage bildet die Friedhofskirche mit dem original Pfarrhaus, 400 Jahre alte Linde, baroken Statue von St. Johann von Nepomuk, Herrschergruft der Familie Aichelburg und eine Reihe von interessanten Grabsteine wichtiges historischen Areal.

Ab 16. Jh.wurde die Ortschaft zu einem selbstverstänlichen Verwaltungszentrum von dem Ostriesengebirge. Bis 1599 bildete Maršov ein Teil von der Königsstadt Trutnov. Zwischen 1599 – 1622 das Gut gehörte der Bömischen Königskammer uns als Verwalter wechselten sich verschiedene Burggräfe, zwischen 1622 – 1636 wurde zum Inhaber die Familie Trczka z Lípy, Maršov wurde damals Teil von dem Gut Žacléř. Zwischen 1636 – 1701 wurde zu Besitzer die Familie de Waggi, die es von den Kaiser bekommen hat, und damal entstand selbstständiges Gut Maršov.

Im 1701 kam als Besitzer Berthold Wilhelm Wallenstein, dessen Tochter Maria Elisabeth Jan Schaffgotsch heiratete, der der Besitzer von dem Gut Kynast auf der ganzen Nordseite des Riesengebirges war. Zwischen 1729 und 1767 war das Gut im Eigentum von der Familie Schaffgotsch. Josefa Schaffgotsch heiratete danach Alfons von Aichelburg und die beiden hatten den Sohn Berthold von Aichelburg (er lebte zwischen 1823- 1861), der sehr populär, tüchtig und beliebt war.

Fast im Ortszentrum entstand im 1792 auf der Stelle von dem Herrenshaus einstockiger klassizistischen Schloss. Im 1869 wurde der Schloss um drei interen Flügel ausgebaut und so entstand ein viereckiger Schlossplatz. Die letzten Besitzer Czernin-Morzin haben zwischen 1903 - 1910 den Hauptflügel fast von den Gründen in Neurenaissance-Stil umgebaut und mit einem vierkantigem Turm ergänzt.

Der wahrscheinlich älteste Betrieb in Maršov ist das Brauhaus. Die ersten Erwähnungen stammen aus 1599 – er wurde von dem Forstwirt und kaiserlichen Verwalter Kaspar Nuss gegründet. In damaliger Zeit stand das Brauhaus vor der St. Josefs Kirche in Dolní Maršov.

Auf der heutigen Stelle im Ortszemtrum von Horní Maršov wurde das Brauhaus nach dem Jahr 1792 verlegt, wenn der Graf Jan Berthold Schaffgotsch mit seinem Schwiegersohn Alfonse Aichelburg die Umbau des Schlosses beendet haben und nebenan ihrem Grundstück das Brauhaus mit der Brennerei herstellten.

Der Sohn von Herr Alfons, der gebildete Graf Berthold Aichelburg, hat aus ursprünglich gewerblichen Betrieb ein Kulturzentrum geschaft – hat das Hotel Brauhof (Pivovarský dvůr) angebaut, das lange Zeit als einziges Hotel im Tal unter der Schneekoppe war. Der Graf hat im 1855 einen grossen Tanzsaal mit dem Podium für Musik- und Theatervorstellungen eingerichtet (und hat auch das ersten Orchester gegründet).

Sein Sohn wurde sich wieder an die Geschäftsangelegenheiten konzentriert und hat im 1879 die Modernisierung von dem Brauhaus mit der Kocherei von 30 Hektoliter beendet. Unmittelbar darauf musste der verschuldeter Graf das ganze Gut samt Brauhaus verkaufen.

Seit 1881 besitzte das Gut und den Schloss die Familie Czernin-Morzin.

Den grössten Aufschwung erlebte die Bräuerei im Jahr 1908, wenn der Ausstoss von Bier die Menge von 5300 Hektoliter erreicht hat und lokales Bier in eigenen Flaschen und Fässen in die Umgebung geliefert wurde und die Träger haben es auch in die Bergbauden getragen. Der erfolgreicher Brauer Josef Hanke wurde zum Bürgermeister von der Ortschaft Maršov IV gewählt.

Zwischen den Jahren 1943 – 1945 wurde auf das Gut die Zwangsverwaltung der Dritten Reich verhängt und im 1945 wurde samt Schloss verstaatlicht.

Unüberschaubare Dominante , die schon beim Eingang nach Horní Maršov die Besucher empfängt, ist die Jungfrau Maria Himmelfahrt Kirche, auch manchmal untere oder neue genannt wird (um sie besser von der älteren Friedhofskirche unterschieden zu können). Dass wir ein interessantes und architektonisch wertvolles Objekt von einem von wichtigsten Architekten des 19. Jh. Josef Schultz im Dorf haben, können wir der gebildeten Gräfin Aloisia Czernin-Morzin, Besitzerin von hiesigem Gut danken. Die Gräfin hat die Erteilung des Projektes gerade diesem Architekt durchgesetzt. Zwischen seinen berühmtesten Werke gehören die grossen Prager Bauten wie Nationaltheater, Nationalmuseum und Rudolfinum. Die Baukosten hat von 80% die Gräfin mit ihrem Sohn Rudolf bezahlt.

Im Jahr 1852 wurde in Maršov das Kreis- und Steueramt für zugehörigen Ortschaften errichtet. Im Jahr 1855 wurde das Gebäude des Gerichtes erbaut aber wurde im Jahr 1897 durch die Überflutung beschädigt und im Jahr 1902 mit einem neuen Gebäude ersetzt. Bei dem Gericht gabs ein Gefängniss, Notar und selbsverständlich der Sitz der Gemeinde.

Das jetzige Gemeindeamt sitzt auf dem Stadtplatz in einem Jugenstillgebäude aus dem Jahr 1906. Auf dieser Stelle stand das Haus des damahligen Bürgermeister Johann Pfluger. Das wurde bei der Überflutung im 1897 komplett zerstört, deswegen hat der Bürgermeister das Gebäude von ehemaligen Gericht gekauft und hier hat er ein Geschäft und die Wohnungen bauen lassen. Das Grundstück mit der Ruine hat er für den Aufbau der Sparkasse und Versicherungkasse gelassen. Im Jahr 1906 wurde hier ein Jugendstillhaus mit der Apotheke erbaut. Seit 1945 gibt es hier das Gemeindeamt.

Das Dorf Maršov hat sich auch im 19. Jh. eher landwirtschaftlichen Charakter erhalten. Es entstanden hier nur drei Industriebauten – eine Holzschleiferei und eine Kalkbrennerei. Ganz wichtiges architektonisches Denkmal ist die ehemalige Dixas Holzschleiferei, die bis heute steht und das Steingebäude von dem Flaxlager in Temný Důl.

Anderer Markstein der Marschauer Geschichte ist die Aussiedlung der Deutschen nach dem Krieg in 1945 (die vor dem Zwangsabgang der Tschechen im 1938 90% von aller Bevölkerung darstellten). Ein von den wichtigsten Eingriffen in den Charakter der Gemeinde ist die Ausbau der neuen Staatsstrasse zuerst aus Horní Maršov nach Pec pod Sněžkou in den Jahren 1968 – 72 und später in den Jahren 1979 – 81 aus Svoboda nad Úpou nach Horní Maršov.

(mit der Verwendung der Texte in der Zeitschrift Veselý Výlet Winter 1995, Sommer 1992, 1998,1999 und 2003, Winter 1995, 1997 und 2006, Spazierstrecken Aichelburg und Anlagen von Maršovský zpravodaj 6, 9, 11, 12/2006, 2, 7, 10/2007)